Fruchtbarkeit
Kann die Handystrahlung unfruchtbar machen?
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigt Effekte in seiner "Stellungnahme zum „Einfluss der Handynutzung auf die männliche Fruchtbarkeit“" (August 2008, Homepage www.bfs.de ):
„Es wird oft kontrovers diskutiert, ob die Handynutzung einen Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit hat. Als erste haben Davoudi et al. (2002) anhand einer Gruppe von 13 gesunden Männern berichtet, dass die häufige Nutzung eines GSM Mobiltelefons die Beweglichkeit von Spermien reduziert.
Weitere drei Studien wurden an Patienten durchgeführt, die bereits Fertilitätsprobleme hatten. Fejes et al. (2005) beschrieben aufgrund einer Untersuchung an 371 Männern ein Absinken der Spermienkonzentration sowie deren Beweglichkeit im Zusammenhang mit der Dauer des Besitzes eines Mobiltelefons sowie der Dauer der Gespräche. Dabei wurde eine Korrelation innerhalb der unterschiedlichen Nutzergruppen festgestellt, Nichtnutzer als Kontrollgruppe wurden nicht untersucht. Wdowiak et al. (2007) untersuchten 304 Männer und fanden eine reduzierte Zahl beweglicher und einen Anstieg morphologisch defekter Spermien bei häufigen Telefonnutzern gegenüber Nichtnutzern. Die Autoren weisen darauf hin, dass Vielnutzer häufiger beruflich sehr aktiv sind, eine sitzende Tätigkeit ausüben, und mehr Stress ausgesetzt sind. Alle diese Faktoren beeinträchtigen die Spermienqualität. Eine ähnliche Beobachtung beschreiben Agarwal et al. (2008), die 361 Patienten untersuchten. Längere Nutzungszeiten der Mobiltelefone gingen mit einer verstärkten Beeinträchtigung der Überlebensrate, Beweglichkeit und Morphologie der Spermien einher.“
Wie das BfS trotz dieser Studienergebnisse folgende Entwarnung geben kann, bleibt sein Geheimnis:
„Allen Studien gemeinsam ist, dass der Zusammenhang zwischen Telefonnutzung und männlicher Fruchtbarkeit, nicht aber der direkte Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern untersucht wurde.“
So heißt z.B. die Untersuchung von Davoudi unzweideutig: „Der Einfluß elektromagnetischer Wellen auf die Spermienmotilität“ und die Zusammenfassung der Studie im offiziellen www.emf-portal.de : „Die Daten deuten auf eine verminderte Beweglichkeit der progressiv schnell-beweglichen Spermien hin, verursacht durch elektromagnetische Wellen von GSM-Mobiltelefonen.“
Übrigens, die Warnungen aus der Wissenschaft zur Gefährdung der Fruchtbarkeit gelten auch für Schwangere. Aber noch sind uns keine Untersuchungen bekannt, wie sich die Dauerbestrahlung auf die Eierstöcke von Mädchen/Frauen auswirkt.
Die Schädigung der Spermien und die abnehmende Fruchtbarkeit (Infertilität) der Männer ist heute ein weltweites Problem. Immer mehr Paare sind im Laufe ihres Lebens mit dem Problem der ungewollten Kinderlosigkeit konfrontiert.
Fünfzehn von 17 international durchgeführten Studien haben bisher die Schädigung der männlichen Spermien bestätigt. Eine verminderte Fruchtbarkeit und Folgeschäden bei den Neugeborenen können die Folge sein.
Schädigung von Embryonen: Griechische Studien warnen: Schwangere Frauen sollten sich dieser Strahlung nicht aussetzen.
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