Finanzierung beeinflusst Studienergebnis

Wenn man sich mit den wissenschaftlichen Nachweisen auseinandersetzt, sollte man sich auch unbedingt mit dem Thema der entsprechenden Finanzierung auseinandergesetzt haben, was offensichtlich eine sehr große Rolle spielt, wie folgender Bericht belegt:

Nach den Auswertungen von Prof. Henry Lai und Dr. Louis Slesin (http://www.microwavenews.com/RR.html) kommt auch die Universität Bern zum gleichen Schluss: Die Herkunft der Gelder für Mobilfunk-Studien beeinflusst massgeblich die Ergebnisse der Studien. Wissenschaftler vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin analysierten alle wissenschaftlichen Studien, die zwischen 1995 und 2005 mit Hilfe von Labortests die Auswirkungen hochfrequenter, elektromagnetischer Strahlung von Handys oder Mobilfunk-Antennen auf den menschlichen Organismus untersuchten. Man fand insgesamt 59 Studien, darunter solche, die sich mit kardiovaskularen Effekten, Veränderungen der Gehirnströme, hormonellen Veränderungen oder der Befindlichkeit befassten. 12 dieser Studien waren ausschliesslich von der Industrie finanziert worden; 11 von Institutionen der öffentlichen Hand, 14 Studien hatten beide gemeinsam bezahlt, und 22 Arbeiten liessen offen, wer sie finanziert hatte. Lesen Sie auch hier >>>

Das Ergebnis: Studien, die nicht von der Industrie finanziert wurden, fanden 10mal häufiger statistisch signifikante Effekte als solche die rein von der Industrie finanziert wurden. Die Unterschiede konnten laut Mitautor Prof. Matthias Egger nicht mit der Methodik oder der Studienqualität erklärt werden. Sie müssten vielmehr auf die unterschiedliche Finanzierungsart zurückgeführt werden. Nun stellt sich jedoch die Frage, was solche Studien noch mit der Wahrheitsfindung zu tun haben. Jürg Baumann vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAfU) dazu: "Resultate solcher Studien grundsätzlich nicht mehr bei Entscheidungsfindungen zu berücksichtigen wäre unfair". Unfair für die Industrie? Doch was ist mit dem Bürger, der sein Haus unter Marktpreis verkaufen muss, weil er es neben dem Handymast nicht mehr aushält? Pech gehabt, sagen die Beamten. Die Studien sind noch nicht eindeutig...

DNA bricht je nach Sponsor
Bereits im März 1959 beobachteten Forscher aus Connecticut (New England, USA) erstmals Erbgutschäden nach einer radiofrequenten Bestrahlung: "Die beobachteten Effekte ähneln solchen die durch ionisierende Strahlung oder...